Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 06.10.2026

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Leistungen im Rahmen von Beratung, Coaching, Heilpraktikerleistungen für Psychotherapie sowie für die Nutzung des digitalen Begleittools „Lichtung“, soweit dieses im Zusammenhang mit den angebotenen Leistungen bereitgestellt wird.

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Leistungen, die angeboten werden durch:

Meistereck GmbH, vertreten durch Dennis Meistereck,
für allgemeine und systemische Beratungsleistungen sowie Coaching.

sowie

D. Meistereck Vermietungen UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, vertreten durch Dennis Meistereck,
für Heilpraktikerleistungen für Psychotherapie gemäß Heilpraktikergesetz (HPG).

Die jeweils leistungserbringende Gesellschaft wird im Rahmen der Terminvereinbarung, Rechnungsstellung und Kommunikation eindeutig benannt.

Die Einbeziehung dieser AGB erfolgt nach den gesetzlichen Voraussetzungen bei Vertragsschluss.

Der Vertragspartner und die vereinbarte Leistung müssen vor einem verbindlichen Vertragsschluss erkennbar sein. Individuelle Vereinbarungen haben nach § 305b BGB Vorrang. Die Veröffentlichung dieser AGB auf der Website allein ersetzt ihre wirksame Einbeziehung in einen Vertrag nicht.

2. Art der Leistungen

a) Leistungen der Meistereck GmbH

Die Leistungen umfassen systemische Beratung, Begleitung und Coaching für Einzelpersonen und Paare.

Diese Leistungen stellen keine heilkundliche Tätigkeit dar und ersetzen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.

  • Es werden keine medizinischen Diagnosen gestellt
  • Es werden keine Heil- oder Erfolgsgarantien gegeben
  • Es werden keine Medikamente verordnet

b) Leistungen der D. Meistereck Vermietungen UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

Die Leistungen erfolgen im Rahmen der Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie gemäß Heilpraktikergesetz.

  • Keine Heil- oder Erfolgsgarantie
  • Keine Verordnung von Medikamenten
  • Keine ärztliche Behandlung

Der Verlauf und Erfolg einer Beratung oder psychotherapeutischen Begleitung hängt wesentlich von der aktiven Mitarbeit des/der Klient:in sowie von individuellen Lebensumständen ab und kann daher nicht garantiert werden.

c) Nutzung von „Lichtung“

„Lichtung“ ist ein digitales Reflexions- und Begleittool. Es dient der strukturierten Selbstreflexion, Dokumentation und Begleitung im Rahmen der jeweiligen Zusammenarbeit.

  • „Lichtung“ ist kein eigenständiges Therapieangebot
  • „Lichtung“ ist keine Notfallversorgung
  • „Lichtung“ ersetzt keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Akutbehandlung
  • Über „Lichtung“ sollen keine zeitkritischen Notfälle oder akuten Krisen gemeldet werden

3. Ausschluss akuter psychischer Krisen

Die angebotenen Leistungen stellen keine Notfallversorgung dar.

Die Leistungen richten sich nicht an Personen mit akuten psychischen Krisen, insbesondere bei:

  • akuter Suizidalität
  • akuter Fremdgefährdung
  • schweren psychotischen Episoden
  • schweren Suchterkrankungen

In diesen Fällen wird ausdrücklich empfohlen, sich unverzüglich an ärztliche, psychiatrische oder notfallmedizinische Stellen zu wenden.

Bei unmittelbarer Gefahr rufe 112. Bei dringendem ärztlichem Hilfebedarf außerhalb der Sprechzeiten hilft 116117. Einträge und Nachrichten in der Lichtung werden nicht laufend überwacht; eine Antwort innerhalb einer bestimmten Frist ist nur bei gesonderter Vereinbarung geschuldet.

4. Eigenverantwortung der Klient:innen

Die Inanspruchnahme aller Leistungen erfolgt eigenverantwortlich.

Der/die Klient:in bleibt während und nach den Sitzungen für eigene Entscheidungen und Handlungen verantwortlich. Die rechtliche Verantwortlichkeit für Folgen richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere auch nach einer etwaigen Pflichtverletzung der Praxis.

Der/die Klient:in ist dafür verantwortlich, relevante persönliche Informationen, bestehende Diagnosen, laufende Behandlungen oder Medikamenteneinnahmen vollständig und korrekt mitzuteilen, soweit diese für die Leistungserbringung bedeutsam sind.

Die fachlichen Sorgfalts- und Vertragspflichten der jeweils leistungserbringenden Gesellschaft bleiben bestehen.

5. Terminvereinbarung

Termine können telefonisch, per E-Mail oder über ein Online-Terminbuchungssystem vereinbart werden.

Ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Klärung des Anliegens. Ein Anspruch auf weiterführende Termine ergibt sich daraus nicht.

6. Absage, Verspätung & Ausfallhonorar

Vereinbarte Termine sind verbindlich.

Eine kostenfreie Absage ist bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.

Bei:

  • Absage unter 24 Stunden oder
  • Nichterscheinen ohne Absage

kann ein Ausfallhonorar nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen anfallen. Ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Belegung werden berücksichtigt. Ihnen bleibt der Nachweis offen, dass kein oder ein wesentlich geringerer Ausfall entstanden ist.

Bei verspätetem Erscheinen verkürzt sich die Sitzungsdauer entsprechend. Ein Anspruch auf Verlängerung besteht nicht.

Gesetzliche Kündigungsrechte, insbesondere ein im Einzelfall bestehendes Recht nach § 627 BGB, sowie gesetzliche Widerrufsrechte bleiben unberührt. Ein Ausfallhonorar ist keine Vertragsstrafe und entsteht nicht automatisch durch Unterschreiten der 24-Stunden-Frist. Entscheidend sind der konkrete Vertrag und die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen. Soweit eine Vergütung wegen eines nicht wahrgenommenen, verbindlich reservierten Termins beansprucht wird, sind insbesondere ersparte Aufwendungen sowie anzurechnender anderweitiger Erwerb zu berücksichtigen. Die Ausübung eines gesetzlichen Rechts führt nicht allein deshalb zu einer pauschalen Zahlungspflicht.

7. Honorar & Zahlungsbedingungen

Maßgeblich ist das vor Vertragsschluss vereinbarte Honorar einschließlich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Eine spätere Änderung der Preisliste ändert ein bereits vereinbartes Honorar nicht automatisch. Das Honorar wird der jeweils leistungserbringenden Gesellschaft zugeordnet.

  • Abrechnung pro Sitzung
  • Zahlungsziel: 7 Tage
  • Zahlung per Rechnung

Für Online-Termine oder digitale Leistungen kann eine Vorauszahlung vereinbart werden.

Eine Kostenübernahme durch gesetzliche oder private Krankenkassen erfolgt in der Regel nicht. Die Kosten sind von den Klient:innen selbst zu tragen.

8. Online-Termine, Lichtung & Technik

Für Online-Termine und die Nutzung digitaler Angebote ist der/die Klient:in selbst verantwortlich für:

  • eine stabile Internetverbindung
  • eine geeignete technische Ausstattung
  • eine geschützte und vertrauliche Umgebung

Trotz angemessener technischer und organisatorischer Maßnahmen kann bei internetbasierten Diensten kein vollständig lückenloser Schutz vor Störungen, Ausfällen, Datenverlust oder unbefugten Zugriffen Dritter garantiert werden.

Der/die Klient:in entscheidet eigenverantwortlich, welche Inhalte in „Lichtung“ gespeichert oder übermittelt werden.

Eine jederzeitige technische Verfügbarkeit oder vollständige Fehlerfreiheit wird nicht garantiert. Gesetzliche Rechte sowie die vereinbarten Leistungs- und Sorgfaltspflichten bleiben erhalten.

Diese Hinweise verlagern die fachlichen oder technischen Pflichten der Praxis nicht auf die Klient:innen. Eine vereinbarte Leistung ist vertragsgemäß zu erbringen. Bei technischen Problemen werden die gesetzlichen Rechte und gegebenenfalls eine geeignete Ersatzlösung berücksichtigt. Eine pauschale Haftungsfreistellung für Datenverlust oder Sicherheitsvorfälle ist damit nicht verbunden.

9. Vertraulichkeit & Schweigepflicht

Inhalte aus Sitzungen und aus „Lichtung“ werden vertraulich behandelt.

Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur:

  • mit ausdrücklicher Einwilligung des/der Klient:in oder
  • soweit eine gesetzliche Erlaubnis oder Verpflichtung besteht. Bei einer konkreten akuten Gefahr wird im Einzelfall geprüft, ob eine notwendige und verhältnismäßige Weitergabe zur Gefahrenabwehr gesetzlich zulässig oder geboten ist. Eine bloße Krisenschilderung führt nicht automatisch zur Weitergabe

In der Lichtung werden Einträge auf dem Website-Server verarbeitet und sind für berechtigte Praxisadministratoren zugänglich. Die zusätzliche Nutzung persönlicher Tagebuchinhalte in Sitzungen steuert eine freiwillige, jederzeit in den Einstellungen widerrufbare Freigabe. Ein Widerruf wirkt für die Zukunft und löscht keine rechtmäßig entstandene, aufbewahrungspflichtige Behandlungsdokumentation.

10. Haftung

Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit haftet die jeweils leistungserbringende Gesellschaft nach den gesetzlichen Vorschriften.

Für sonstige Schäden haftet die jeweils leistungserbringende Gesellschaft bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die jeweils leistungserbringende Gesellschaft nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und der Höhe nach beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

Zwingende gesetzliche Haftung und gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.

Eigene Entscheidungen treffen die Klient:innen selbst. Die fachlichen Sorgfalts- und Vertragspflichten der Praxis bleiben hiervon unberührt.

Diese Regelung gilt auch bei Pflichtverletzungen gesetzlicher Vertreter und Erfüllungsgehilfen. Haftung für ausdrücklich übernommene Garantien sowie zwingende Ansprüche, insbesondere nach dem Produkthaftungsrecht und dem Datenschutzrecht, bleiben unberührt. Die Hinweise zur Eigenverantwortung, Technik und fehlenden Erfolgsgarantie begründen keine weitergehenden Haftungsausschlüsse.

11. Widerrufsrecht

Für Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Widerrufsrechte.

Soweit ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, wird hierüber gesondert belehrt. Maßgeblich sind im Übrigen die jeweils einschlägigen gesetzlichen Regelungen.

Die Widerrufsbelehrung für Beratungs- und Coachingleistungen im Fernabsatz enthält die maßgeblichen Informationen und ein Musterformular. Behandlungsverträge werden gesondert nach den dafür geltenden Vorschriften eingeordnet. Ein Beginn entgeltlicher Dienstleistungen vor Ablauf einer bestehenden Widerrufsfrist setzt die jeweils erforderlichen gesonderten Erklärungen voraus; die Zustimmung zu diesen AGB ersetzt sie nicht.

12. Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der DSGVO, sowie nach der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung auf der Website.

Soweit im Rahmen von „Lichtung“ oder anderer Leistungen sensible persönliche Angaben gemacht werden, erfolgt dies im Rahmen der angebotenen Leistungen und unter Beachtung angemessener Schutzmaßnahmen.

Welche Gesellschaft im Einzelfall Verantwortliche im datenschutzrechtlichen Sinn ist, richtet sich nach der konkret genutzten Leistung und wird in der Datenschutzerklärung sowie bei Bedarf ergänzend im Einzelfall transparent gemacht.

Persönliche Reflexionen und Stimmungswerte werden nicht zur Auswahl von Marketing-, Bewertungs- oder Empfehlungsaufforderungen verwendet. Eine optionale interne Nutzungsanalyse benötigt eine gesonderte Entscheidung in den Lichtung-Einstellungen. Details zu Verarbeitung, Zugriff, Aufbewahrung und Rechten stehen in der Datenschutzerklärung.

13. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Für Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Eine Gerichtsstandsvereinbarung am Sitz der leistungserbringenden Gesellschaft gilt nur, soweit eine solche Vereinbarung gesetzlich zulässig ist, insbesondere bei Kaufleuten. Zwingender Verbraucherschutz des gewöhnlichen Aufenthaltsstaats bleibt bei einer Rechtswahl unberührt, soweit er gesetzlich anwendbar ist.

Diese AGB gelten in der Fassung vom 06.10.2026 für neu geschlossene Vereinbarungen. Für bestehende Verträge werden Änderungen nur nach den geltenden gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen wirksam.